Quelle: Easyfairs Deutschland GmbH

Teil 3: Nur einer kann gewinnen – aber viele werden profitieren

Die Zeit läuft: Mitte Oktober wird der Instandhaltungspreis 2026 verliehen. 2025 waren es zwei datengetriebene Projekte, die ganz vorne mit dabei waren: ein KI-gestützter Instandhaltungsassistent und ein Tool, das unternehmensweit die instandhaltungsrelevanten Daten sammelt und als KPIs transparent macht.

Wenn am 15. Oktober auf der maintenance München der Gewinner des Instandhaltungspreises 2026 genannt und ausgezeichnet wird, hat tatsächlich ein Unternehmen und ein Projekt diesen Preis gewonnen. Aber auch die anderen nominierten Projekte haben gewonnen, weil sie sich in den Augen der Fachjury gegenüber vielen anderen eingereichten und durchaus auch innovativen Lösungen durchgesetzt haben. Und ebenfalls etwas gewinnen – nämliche Erkenntnisse und Anregungen – werden alle diejenigen in der Instandhaltungs-Community, die sich ab dem 14.9. auf der Landing Page des Preises mit den Projekten beschäftigt und ihr Votum abgegeben haben.

Der Gewinner 2025: Bayer und Maddox

Bis es so weit ist, kann auch ein Blick zurück auf den Instandhaltungspreis 2025 Erkenntnisgewinne bringen. Gewonnen hat ihn Bayer mit Maddox. Der Name steht für ein selbstlernendes, KI-gestütztes Wissensmanagement, das Erfahrungswissen digital und damit allgemein nutzbar macht.

Anlass für die Beschäftigung mit diesem Thema waren letztlich der auch aus dem demografischen Wandel entstehende Fachkräftemangel, der die Instandhaltung unter starken Kostendruck setzt, weil er u.a. zur Folge hat, dass unerfahrene Bediener auch bei einfachen Produktionsstörungen häufig auf die Instandhalter angewiesen sind. Deshalb müssen andere Tätigkeiten und Projekte liegen bleiben, weshalb wiederum ein funktionierender Wissenstransfer im betrieblichen Alltag immer wichtiger wird.

Wissensmanagement lernt von erfahrenen Mitarbeitern

Genau diese Thematik adressiert Maddox. Das KI-gestützte System lernt von erfahrenen Mitarbeitern und schlägt nicht nur proaktiv Lösungsmöglichkeiten vor, sondern liefert diese Lösungen direkt als interaktive Anleitungen mit Bild, Text, Video und gegebenenfalls Übersetzung. Dabei lässt es sich leicht in die IT-Landschaft des Anwenders integrieren, zum Beispiel durch eine Schnittstelle zu SAP PM.

Die perfekte Anpassung von Maddox an die individuellen Anforderungen und der Rollout im kompletten Verpackungsbetrieb am Standort Leverkusen haben sich aus Sicht von Bayer in vollem Umfang gelohnt. Unerfahrene Mitarbeiter sind eher in der Lage, einfache Störungen selbstständig bzw. unter Anleitung von Maddox zu beheben. Dabei kommt das Wissen der Erfahrungsträger zum Einsatz. Die Vorschläge des KI-Algorithmus sind passgenau. Die Mitarbeiter freuen sich, ein modernes und intuitiv bedienbares Instandhaltungs-Tool zu nutzen, und die Instandhaltung wird nachweislich entlastet. Das alles sind gute Gründe für einen ersten Platz.

Einfach Maddox fragen: Das selbstlernende KI-Tool macht konkrete Vorschläge zur Instandhaltung und nutzt dabei das angesammelte Erfahrungswissen der Mit-arbeiter (Quelle: Bayer)

Die „Single Source of Truth“ der Instandhaltung

Auch das zweitplatzierte Projekt beim Instandhaltungspreis 2025 war bzw. ist ein Software-Projekt, auch wieder bei einem großen Unternehmen, dem Motorenhersteller Deutz. Bei ihm haben die Verantwortlichen eine unternehmensweit anerkannten, automatisiert generierte und konsistente Datenbasis („Single Source of Truth“) für alle relevanten Instandhaltungsinformationen geschaffen, die über ein einheitliches, anwenderfreundliches Dashboard visualisiert werden – u.a. in Form von 13 KPIs – und gut zugänglich sind.

Datentransparenz in der Instandhaltung: Bei Deutz sind wichtige KPIs stets aktuell und unternehmensweit präsent (Quelle: Deutz)

Ergänzend dazu hat Deutz ein SharePoint-System implementiert, das die Instandhaltungstätigkeiten transparent darstellt – inklusive Aufgabenübersicht, Kostentransparenz sowie Informationen zur Erreichung und Steuerung von Anlagenverfügbarkeiten. Auch hier kommt SAP-PM als „Backbone“ zum Einsatz.

Die Daten werden stets aktuell gehalten und haben u.a. dazu geführt, dass die Anlagenverfügbarkeit und -effizienz durch datenbasierte, präventive und zustandsorientierte Instandhaltungsstrategien gestiegen ist. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit hat sich verbessert, und Aufgaben wie Risikoanalysen wurden automatisiert. Aufgrund der Erfolge dieses Konzept in der Produktion in Köln wird diese Instandhaltungsstrategie jetzt im gesamten Globalen Produktionsbereich von Deutz umgesetzt.

Die beiden Beispiele zeigen: In der Digitalisierung der Instandhaltung und der Nutzung von KI steckt sehr viel Optimierungspotenzial nicht nur für die Instandhaltung selbst, sondern für die gesamte Produktion. 

Wer gewinnt 2026? Auch Sie können entscheiden

Das haben auch Sie in der Hand. Ab dem 14. September werden die von einer unabhängigen Jury ausgewählten Projekte auf einer Homepage vorgestellt. Dort können Sie bis zum 14. Oktober online abstimmen. Die Gewinner werden am 15. Oktober direkt auf der maintenance München ermittelt und ausgezeichnet.

Gewinner maintenance Instanhaltungspreis 2025: Bayer (Quelle: Easyfairs Deutschland GmbH)

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