
Vom Reagieren zum Verstehen
Systematisiertes Erfahrungswissen revolutioniert die Instandhaltung
Die industrielle Instandhaltung steht vor einem Paradigmenwechsel: Während Produktionsprozesse längst digitalisiert und standardisiert sind, bleibt die Störungsbehebung oft ein Bereich der Unsicherheit. Ungeplante Ausfälle erfordern schnelle Entscheidungen – häufig basierend auf individuellem Erfahrungswissen, das nicht systematisch erfasst wird. Digitale Assistenzsysteme wie DE-maintain der DE software & control GmbH schaffen hier Abhilfe: Sie machen Wissen zugänglich, strukturieren Prozesse und ermöglichen eine nachhaltige, vorausschauende Instandhaltung.
Vom Reagieren zum Verstehen
Geplante Wartungen folgen klaren Abläufen, doch bei ungeplanten Störungen dominieren Unvorhersehbarkeit und Zeitdruck. „Instandhalter müssen Symptome erkennen, Ursachen analysieren und eigenständig Lösungen entwickeln – im Grunde ähnlich wie ein Arzt, der aus verschiedenen Symptomen die richtige Diagnose ableiten muss, oft ohne vollständige Informationsbasis.“, erklärt Friedrich Steininger, Managing Director von DE software & control. Doch dieses Wissen ist häufig nur in den Köpfen einzelner Mitarbeitender vorhanden. Fehlt ein erfahrener Kollege, geht wertvolles Know-how verloren, und Stillstandzeiten verlängern sich.
Wissen als Produktionsfaktor
Erfahrungswissen ist ein kritischer Erfolgsfaktor: Bestimmte Instandhalter lösen Störungen schneller, weil sie auf implizites Wissen – wie typische Fehlerbilder oder bewährte Lösungswege – zugreifen. Doch dieses Wissen wird selten dokumentiert. „Typische Hinweise sind Aussagen wie ‚das macht man so‘ oder ‚aus Erfahrung weiß ich‘. Genau hier liegt enormes Potenzial, das bislang ungenutzt bleibt.“, betont Andreas Tobisch, COO des Unternehmens. Ohne Systematisierung bleibt die Instandhaltung reaktiv, Fehler wiederholen sich, und Lernprozesse finden nicht statt.
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