
GfM Gesellschaft Für Maschinendiagnose mbH
Über uns
Die GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH ist Spezialist für die Diagnose von wälzgelagerten Industriegetrieben. Neben der Schwingungsdiagnose an Antrieben, der Drehmomentanalyse sowie der Inspektion, der Endoskopie und der Rotorblattlagerdiagnose an Windenergieanlagen werden Messgeräte für die Offline-Maschinendiagnose sowie Online-Condition-Monitoring-Systeme entwickelt und vertrieben. Darüber hinaus bietet die GfM Seminare zur Thematik an.
Mittels Schwingungsdiagnose ist es möglich, kleinste Unregelmäßigkeiten an Getrieben und Wälzlagern frühzeitig zu erkennen. Diese Unregelmäßigkeiten können Schäden an Wälzlagern, Zahnrädern und Wellen, Unwucht und Ausrichtfehler sein. Der Betreiber von Maschinen mit mechanischen Antrieben gewinnt so Zustandsinformationen, die ihm die Planung der Instandhaltung erleichtern und ihn vor ungeplanten Stillständen bewahren.
Zur Erfassung von Daten werden Online- und Offline-Systeme angeboten. Die Betreuung der Systeme und Verarbeitung der Daten werden mit Hilfe der Software Peakanalyzer Manager realisiert, mit der auch Daten anderer Quellen vollautomatisiert verarbeitet werden können.
Die GfM wurde 1999 gegründet und ist seitdem unabhängig. Die Diagnoseberichte und Gutachten haben neutralen Charakter.
Produkte & Dienstleistungen

Peakanalyzer - das Online Condition Monitoring System
Der Peakanalyzer wird fest am zu überwachenden Antrieb installiert. Die Installation ist in der Regel in wenigen Stunden erledigt. Meist schon vor der Installation wird im Peakanalyzer die Antriebskonfiguration gespeichert. Dabei handelt es sich um den mechanischen Aufbau des Antriebs, also welche Getriebestufen und Wälzlager verbaut sind, sowie einige Kommunikationsparameter. Nun ist der Peakanalyzer sofort einsatzbereit. Die permanente Überwachung erfolgt rund um die Uhr, soweit die vorgegebenen Betriebsbedingungen erfüllt sind. Dazu werden Schwingungen hochfrequent aufgezeichnet, und es werden Ordnungsspektren und Hüllkurvenordnungsspektren gebildet. In diesen wird nach für Schäden typischen Mustern gesucht. Ist ein Schadensmuster wiederholt nachweisbar, wird ein Alarm generiert. Alarme werden an eine Überwachungsstelle übermittelt. Dies kann die GfM sein oder der Anlagenbetreiber oder ein Dritter. In der Überwachungsstelle ist dann eine Instandhaltungsentscheidung zu treffen. Da der Peakanalyzer Schäden im Frühstadium erkennt, genügt es, wenn die Überwachungsstelle zu typischen Bürozeiten aktiv ist. In der Regel vergehen zwischen dem zuverlässigen Erkennen eines Schadens und dem tatsächlichen Ausfall eines Antriebselements mehrere Monate.

Schwingungsdiagnoseservice an Antrieben
Typische Anwendungsfälle für den Schwingungsdiagnoseservice an Antrieben sind die intermittierende Überwachung von wichtigen Antrieben sowie das Troubleshooting, wenn Unregelmäßigkeiten nicht anders lokalisiert werden können. Mit Hilfe der Schwingungsdiagnose werden Schäden an Getriebestufen, Wälzlagern, Wellen und Kupplungen sowie Unwucht und Ausrichtfehler zuverlässig erkannt. Unser Service beginnt mit der mehrkanaligen hochfrequenten Aufzeichnung der Schwingungen an der Gehäuseoberfläche der Antriebe. Dazu werden Schwingungssensoren mittels Permanentmagnet befestigt. Zusätzlich wird die Drehzahl erfasst. In der Regel im Büro werden dann Ordnungsspektren und Hüllkurvenordnungsspektren gebildet. Diese werden nach für Schäden typische Muster untersucht. Letztlich werden die Diagnoseergebnisse in einem Bericht zusammengefasst.

Getriebeinspektion und Videoendoskopie
Unter Getriebeinspektion verstehen wir im Wesentlichen das Beurteilen der einsehbaren Zahnflanken und Wälzlagerlaufbahnen. Zusätzlich werden die Funktion des Schmiermittels und der äußere Zustand des Getriebes dokumentiert. Für die Inspektion muss der Antrieb abgeschaltet und gegen Bewegung gesichert sein. Dann werden die Schaulochdeckel geöffnet, und unser Spezialist nimmt einsehbare Teile direkt oder mit Hilfe eines Videoendoskops in Augenschein. In der Regel wird die Getriebeinspektion mit einer Schwingungsdiagnose kombiniert, denn so bekommt man auch Informationen zu den nicht einsehbaren Bereichen.

PeakStore5 – Mobiles Condition Monitoring mit bis zu 12 Kanälen
Mit dem PeakStore5 können kinderleicht Schwingungsmessungen durchgeführt werden. Die Sensoren werden mit Magneten an der Maschine angebracht, und der PeakStore5 wird gestartet. Das Ganze dauert ein paar Minuten. Bei Bedarf kann man sich die Messdaten direkt ansehen. Man kann aber auch Zusatzinformationen wie Fotos und Messprotokolle speichern. Dann packt man die Sensoren wieder ein, protokolliert die Messung und ist fertig. Die Datenerfassung erfolgt mit bis zu 12 Schwingungskanälen und bis zu zwei Drehzahlkanälen. Bei vielen Antrieben ist es nun nicht mehr erforderlich, Sensoren umzusetzen, damit alle erforderlichen Messpositionen bedient werden. Außerdem lässt sich der PeakStore5 über eine App auf einem Smartphone fernsteuern, so dass sich während der Messung kein Personal unmittelbar an der Maschine aufhalten muss. Die Analyse der gemessenen Daten kann man direkt vor Ort am PeakStore5 vornehmen oder aber die Daten an eine andere Stelle senden. Die Diagnose erfolgt vorzugsweise per Ordnungsanalyse. So haben Drehzahlwelligkeiten keinen Einfluss, und die Messergebnisse sind absolut zuverlässig.

Betriebswuchten bei variabler Drehzahl
Beim Betriebswuchten wird die Unwucht an rotierenden Teilen in voll montierten Zustand ermittelt und korrigiert. Mit dem PeakStore5 ist es möglich, die Messungen und Berechnungen dazu durchzuführen. Und das bei variabler Drehzahl. Der Ablauf ist simpel. Es werden zwei Ausgleichsebenen definiert. Dann werden zwei Beschleunigungssensoren und ein Drehimpulsgeber installiert. Nun wird eine Urmessung durchgeführt. Anschließend werden an einer Ausgleichsebene eine Testmasse angebracht und eine erste Testmessung durchgeführt. Danach wird dieser Vorgang für die zweite Ausgleichsebene wiederholt. Auf Basis dieser Daten berechnet das System die Ausgleichsmassen und die Orte der Anbringung. Das System berücksichtigt, dass die Anbringung von Ausgleichsmassen nur an bestimmten Radien oder Winkeln möglich ist oder aber, dass Massen nicht hinzugefügt, sondern entfernt werden sollen. Anschließend sind bis zu fünf Validierungsmessungen möglich, um die Unwucht schrittweise zu minimieren. Schließlich wird ein Protokoll generiert, dass den gesamten Vorgang dokumentiert und die Wuchtgüte nach DIN ISO 21940-11:2017-03 angibt. Das Betriebswuchtmodul ist als separate Lizenzoption zum PeakStore5 erhältlich.

Schwingungsdiagnose an Konverterlagern
Ein Konverter ist ein hitzefester Behälter, in dem bei ca. 1.500 °C Stahl produziert wird. Große Konverter fassen über 300 Tonnen flüssiges Material und werden ca. 50-mal pro Tag neu befüllt. Zum Be- und Entladen muss der Konverter geschwenkt werden. Dies geschieht über Zapfen, die in Wälzlagern geführt sind. Diese Konverterlager führen nur gelegentlich Drehbewegungen aus, die zudem kleiner als eine ganze Umdrehung sind. Gleichzeitig müssen sie eine große statische Last sowie durch den Produktionsprozess hervorgerufene dynamische Belastungen aufnehmen. Dies kann zu Schädigungsprozessen führen, die mit Hilfe eines geeigneten Condition Monitoring Systems diagnostiziert werden können. Die GfM hat für die Diagnose von Konverterlagern ein zuverlässiges Diagnoseverfahren geschaffen und mehrfach erfolgreich eingesetzt. Hierfür werden lediglich der Drehwinkel und Signale von Wegsensoren verwendet. Die Sensorik lässt sich an bestehenden Anlagen nachträglich installieren. Die Analyse der Signale und die zuverlässige Interpretation erfolgt im Online Condition Monitoring System Peakanalyzer.